Richtige Katzenernährung

Richtige Katzenernährung.
Richtige Katzenernährung.

Seine Katze richtig zu ernähren ist wichtig und manchmal gar nicht so leicht. Wird die Katze

  • richtig, artgerecht
  • ausreichend und nicht zu ausreichend

ernährt, dann kann man sich so manchen Weg zum Tierarzt sparen.

Wie sich das ideale Nassfutter für Katzen zusammensetzen sollte, steht dabei fest. Ein Großteil sollte Wasser sein, denn die meisten Katzen sind nun mal schlechte Trinkerinnen. Der Rest setzt sich dann wie folgt zusammen:

  • 35 Prozent Eiweiß
  • 10 bis 15 Prozent Fett
  • Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe.

 

Die Katze ist kein Vegetarier

Ein paar Katzenhalter versuchen es bei ihrer Katze mit fleischloser Kost. Gesund . Katzen sind nunmal keine Pflanzenfresser, in freier Umgebung stehen Mäuse, Vögel und sogar Insekten, kleine Eidechsen, Fische und anderes Kleintier auf der Speisekarte. Eine Fütterung ohne Fleisch ist da kaum artgerecht. Ob ein Speiseplan ohne Fleisch mit zusätzlichen Ergänzungsmitteln machbar wäre, sollte man – wenn gewünscht – in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt diskutieren.

Eine Samtpfote kann von ausreichend Mäusen gesund satt werden

Um ihren Nährstoffbedarf zu befriedigen, würde einer Katze wirklich eine ganze Anzahl an Mäusen und anderen kleinen Beutetieren ausreichen. Zucker, Kohlenhydrate, pflanzliche Nährstoffe usw. braucht die Katze nicht. Um ihren Tagesbedarf an Nährstoffen und Kalorien zu decken müsste eine Katze acht bis 15 Mäuse fressen sondern auch fangen.

Norwegische Waldkatze frisst eine Maus.

Gutes Futter für unsere Katzen sollte einen hohen Fleischanteil haben

Ein gutes Alleinfutter für Katzen muss folglich unbedingt über einen hohen Fleischanteil verfügen. Seltsamerweise scheinen Katzen dabei leider günstiges Fressen mit nur geringem Anteil an Fleisch zu bevorzugen, trotz der eher ungesunden Zusammensetzung. Sie bevorzugen es nur wegen dem Geschmack und Geruch. Nicht weil es gut ist.. Das wird durch Lockstoffe ermöglicht. Nicht zuletzt Zucker sorgt dafür, dass unsere Katzen auf die günstige Katzennahrung bevorzugen.

Was ist besser? Trockenfutter oder Dosenfutter

Ob trockenes Futter oder Nassfutter ist eher unwichtig, es muss eben alle Nährstoffe beinhalten und die Katze es auch verträgt. Beides hat seine Vorteile und Nachteile. Nassfutter riecht und schmeckt für die Katze sehr oft leckerer. Es ähnelt dem, was die Katze sich selbst erjagen würde. Dosenfutter hilft auch einen Teil des täglichen Wasserbedarfs zu decken. Trinkt die Katze nur schlecht, ist Nassfutter vorzuziehen. Allerdings lässt sich das feuchte Futter aus der Dose nicht so einfach portionieren und wenn ein Rest bleibt muss dieser möglichst kühl aufbewahrt werden. Eine offene Dose Katzenfutter kann im Kühlschrank aber auch stören. Manchmal stört es weniger den Katzenhalter als seine menschlichen Mitbewohner. Unter anderem muss man dann wieder dran denken das geöffnete Dosenfutter beizeiten aus der Kühlung zu nehmen, sonst ist das Fressen zu kalt für den Fressnapf der Katze. Übriggebliebenes Nassfutter im Katzennapf kann ebenso problematisch werden. Nasse Futterreste, die länger stehen, locken Fliegen an und es kann schlecht werden. Oder es ist der Katze nicht mehr appetitlich genug. Mit trockenem Futter gibt es solche Probleme im Regelfall nicht. Aber man muss unbedingt darauf Acht zu geben, dass die Katze wirklich ausreichend trinkt, wenn sie vor allem Trockenfutter in ihren Napf bekommt. Trinkt sie nicht genügend, dann drohen Nieren- und Harnwegsprobleme.

Bewährt hat sich bei der Katzenfütterung auch eine Verknüpfung von Trockenfutter und Nassfutter. Dosenfutter wird sofort gefressen. Trockenfutter beibt als Reserve.

Rohfleischfütterung für Katzen (BARF)

Entwickelt wurde diese Möglichkeit zur Ernährung ursprünglich für Hunde.

Auch Barf findet vermehrt Anhänger bei Besitzern von Katzen. Barfen (biologisches artgerechtes rohes Fleisch) ist auch bei Katzenbesitzern heute ein beliebtes Thema. Es bedeutet die Ernährung fast vollständig mit rohem Fleisch. Es reicht nicht aus, die Katze nur mit möglichst Frischlfeisch zu versorgen. Auch bei der Rohfleischfütterung muss auf ein Verhältnis der Nährstoffe beachtet werden. Daher stehen eben auch Innerein und Knochen auf dem Speiseplan oder man muss den Nährstoffbedarf anders ausgleichen.

Auch die Rohfleischfütterung kann man aber mit Futter aus der Dose und Trockenfutter ergänzen.

Vorteile Barfen für die Katze:

  • Man weiß genau, was im Katzennapf ist.
  • Unbearbeitetes Futter, dass sich dazu noch gut rationieren lässt.
  • Barfen beugt auch dem Entstehen von Allergien bei der Katze vor.
  • Viele Katzen mögen was im Fressnapf ist.
  • Unerwünschte Zusatzprodukte kommen nicht in den Napf.

Nachteil Barfen für die Katze:

  • Ist man ungeübt, weiß man nicht genug, besteht eine große Gefahr, dass es zu einer Fehlversorgung, Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen kommt.
  • Oft werden Knochen verfüttert, was auch zu Verletzungen führen kann.
  • Rohes Fleisch kann durchaus auch mit Keimen befallen sein.
  • Es ist arbeitsaufwändiger.
  • Wer seine Katze öfters mal fremdbetreuen lassen muss, braucht jemand, der den höheren Arbeitsaufwand eben auch nicht scheut.

Die übergewichtige Katze

Übergewicht kann zu einem großen gesundheitlichem Problem bei Katzen werden. Da ein zu viel an Gewicht ein ernstzunehmendes Problem ist, sollte man auch bei der Gabe von Leckerlis stets vorsichtig sein, und entweder die Zahl der Leckerchen vermindern oder die die Hauptmahlzeiten der Katze daran anpassen, was die Katze noch als Belohnung bekommt. Falls eine Samtpfote schon übergewichtig geworden, dann drohen ihr nicht nur Gelenkprobleme, sondern auch allgemein ein kürzeres Leben. Ein Rettungsring ist nicht nur schlecht für die Gesundheit und Lebenserwartung einer Samtpfote.

Dürfen Katzen Milch trinken?

Ältere Samtpfoten vertragen meist keine Kuhmilch mehr. Der Abbau des Milchzuckers (Lactose) klappt dann bei der älteren Katze nicht mehr. Die Samtpfoten leiden dann oft nicht nur an Verdauungsstörungen sondern auch an Durchfall.. Das die Katze Kuhmlich nicht verträgt ist nicht schlimm, denn frisches Wasser reicht fast allen Katzen zum Trinken aus. Wenn Katzen zu wenig trinken, dann kann Brühe (salzarm) helfen, die Flüssigkeit für die Samtpfote attraktiver zu machen. Neben mit Wasser angerührter Spezialmilch für Katzen ist mitunter auch ein kleiner Brunnen eine gute Lösung.

Fressen und Trinken trennen

Einige Katzen sind einfach schlechte Trinker. Ein Grund kann sein, dass das Wasser gleich neben dem Fressnapf steht. Fressnapf und Wassernapf brauchen zwei getrennte Aufstellorte oder eben einen gewissen Abstand voneinander. Das andere ist für uns zwar mit weniger Arbeit verbunden. Die Samtpfote kann es nicht leiden.

Katzen gesund zu ernähren ist eigentlich nicht so schwer, man benötigt aber viel Wissen.